Kitzhilfe und Schutz der Natur - Holzwinkel e.V.

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- Rehkitzrettung 2024 -
Man glaubt es kaum aber die ersten Einsätze für die Rehkitzrettung begannen bereits am 25. April in den frühen Morgenstunden. Zum Eingewöhnen starteten wir um 6 Uhr, dann um halb fünf Uhr, jetzt ist es schon fünf Uhr morgens und bald wird es noch früher sein. Warum so früh?..... (weiter lesen)
Die Yuneec-Drohnen und die Helfer und Piloten waren schnell wieder ein eingespieltes Team. Die wechselhafte Wetterlage in diesem Jahr (Kalt-Warm-Kalt- und Nass-Perioden) muss für die Rehe sehr schwierig sein. Ist die Natur früher dran?...(weiter lesen)
Heute am 12. Mai sind über 80% der Fluren in Emersacker bereits gemäht. Mit der sich verbesserten Wettersituation waren die Tage vom 5. - 12. Mai gefüllt mit Anfragen der Landwirte Wiesen abzufliegen. Die Kommunikation war maßgebend zwischen Landwirten, Einsatzplanung....(weiter lesen)
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Die Neuanschaffung der zwei Drohnen, die der Verein in der Jahresversammlung 2023 befürwortet hat, wurden geliefert. Ermöglicht wurde diese Investition Dank der Förderung von ILE / ILEK, den zahlreichen Spenden und dem Engagement der Vereinsmitglieder am Weihnachtsmarkt, das zur Finanzierung beitrug.
Unser größtes Handicap...(weiter lesen)
Piloten gesucht
Unsere Piloten, Thomas, Stefan und Markus haben die erste Unterweisung bei Lieferung der neuen Drohnen erhalten. Sie werden sich mit der neuen Technik vertraut machen und noch weitere Übungsflüge absolvieren, bevor wir sie demnächst einsetzen werden. Meldet Euch, wenn ihr dabei sein wollt. Wir wünschen uns noch weitere Piloten. Email oder Mobiltelefon!...(mehr lesen)
„Der Verein Kitzhilfe und Schutz der Natur – Holzwinkel e.V. setzt das Projekt Engagement für die Holzwinkel Gemeinden zum Wohle von Menschen, Tier und Natur im Rahmen des Regionalbudgets 2024 um. Die Projektförderung wird finanziert vom Bund bzw. Freistaat Bayern über das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben sowie vom Entwicklungsforum Holzwinkel und Altenmünster e.V.“
SPENDENAUFRUF WEIHNACHTEN 2023
Spenden: Kitzhilfe und Schutz der Natur
IBAN DE87 7206 2152 0005 7069 12
BIC GENODEF1MTG
Bericht zur 2. Jahreshauptversammlung
 
Wechsel an der Spitze des Vereins
Die 2. Jahreshauptversammlung des jungen Vereines fand am 27. Oktober im Gemeindesaal Emersacker statt. Iris Madlener präsentierte den Rückblick auf das vergangene Vereinsjahr, das intensiv und sehr abwechslungsreich war. Dank geht an alle Beteiligten bei den diversen Aktionen, wie Müllsammeln, Rehkitzrettung, dem zahlreich besuchten Ferienprogramm und weiteren anderen Aktivitäten des Vereins. Da der Verein auch im letzten Jahr wieder in Geräte investiert hat, war es erfreulich zu erfahren, dass die Kasse mit einem kleinen Plus ins Jahr 2024 starten wird.
Besonderen Dank geht an die Gemeinde Emersacker, insbesondere an Karlheinz Mengele sowie ein spezielles Dankeschön an den scheidenden 1. Vorstand Jörg Haslinger, der sich seit der Gründung für den Verein engagiert. Er wird dem Verein in Zukunft mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis: 1. Vorstand Iris Madlener, 2. Vorstand Manuel Baumann. Die bisherige Schriftführerin Eveline Baumann und Kassierer Thomas Schonbucher sowie die zwei Kassenprüfer Johann Haslinger und Siegfried Karner wurden in ihrem Amt bestätigt. Wir wünschen dem neuen Team für die nächsten zwei Jahre gutes Gelingen in ihren Aufgaben und Aktivitäten für den Verein. Wir wünschen uns, dass noch viele Bewohner aus dem Holzwinkel den Verein als Mitglied und/oder mit einer Spende unterstützten, um die technischen Geräte auf dem neuesten Stand zu halten, welche die intensive Rehkitzsuche erst ermöglichen.
Wir freuen uns, Euch auf der Schloßweihnacht am 9.12.2023 am Vereinstand begrüßen zu dürfen.
Weitere Informationen und Bilder auf dieser Homepage
Der Vorstand Verein Kitzhilfe und Schutz der Natur – Holzwinkel e.V.
Bilder Siegfried Karner
„Auf den Spuren von Howi, dem kleinen Fuchs aus dem Holzwinkel“
 
Auch der 2. Termin des Ferienprogramms am 31.08. des Vereins verlief einmalig schön für Alle. Auf den Spuren von Howi gab es die unterschiedlichsten Spuren unserer heimischen Tiere im „Holzwinkel-Dschungel“ zu entdecken. Die Kinder waren voller Begeisterung dabei. Sobald wir die Welt von Howi betreten hatten, sahen die Kindern in welch wunderschönen Gegend im Gemeindegebiet sie leben. Mit viel Spaß und Spiel ging es auf und ab, kreuz und quer, dabei konnte man schon die Orientierung verlieren. Passende Ausschnitte aus „Howi“, einem Büchlein das Iris Madlener geschrieben und illustriert hat, wurden vorgelesen. Die Kinder waren mucksmäuschenstill und hörten aufmerksam zu. Zur Halbzeit gab es ein leckeres Picknick am Waldrand, das von allen herzhaft begrüßt wurde. Auf dem kurzweiligen Rückweg mit den Laufschritten eines Fuchses mit schnüren, anschleichen, trippeln und Sprung entdeckten die Kinder Bambina, die Freundin von Howi. Die erfolgreiche Tour wurde mit einem willkommenen Eis beendet. Immerhin sind die Kinder insgesamt 4,2 km gelaufen. Als Erinnerung an dieses Abenteuer erhielten die Kinder ein selbstgenähtes Schlupftuch mit Howi/Bambina Motiv und das Howi-Büchlein zum selbst lesen bzw. vorlesen lassen. Vielen Dank an die Betreuer, das leckere Catering und die Spenden der Eltern.
 
Text und Bild Verein Kitzhilfe und Schutz der Natur – Holzwinkel e.V. mit der Einwilligung der Eltern
Kinder basteln Bambi-Maske und Holz-Bambi
 
Wir waren überwältigt von der Anzahl der Anmeldungen zu unserem Ferienprogramm am 4.8.2023. Es kamen 26 Kinder zu uns nach Hause. Organisationsmanagement war gefragt, die Garage wurde ausgeräumt, die Basteltische und Material wurde bereitgestellt für die jungen, kreativen Künstler/innen für die Bambi-Maske. In der Einfahrt wurde das Werkzeug und der Bausatz für die Holz-Bambis vorbereitet. Überpünktlich waren alle Kinder da, jede/r bekam ein Namensschild und schon ging es los, die Schablonen aufs Papier gemalt, die Einzelteile ausgeschnitten und zusammengeklebt. Jetzt ging es daran individuell die Maske zu verzieren mit Papierpünktchen und Augen aufzumalen, Nase und Ohren mit Farbe zu betonen. Am Schluss noch die Gummibänder angeklebt. Fertig! Die erste Anprobe der Bambi-Maske mit viel Stolz und Spaß folgte. Bei den kleinen Handwerkern/innen für das Holz-Bambi war der Einsatz genauso groß, es wurde gewerkelt, angepasst, mit Holzleim die Beine, Hals und Kopf angeklebt, festgeklopft und alles zusammengebaut. Noch ein paar Ohren und Augen angebracht und schon stand das Holz-Bambi auf seinen eigenen Beinen. In der Pause gab es Soft-Getränke und leckeren Kuchen. Nach der Stärkung wurden die Teams gewechselt, so das jedes Kind die Möglichkeit hatte eine Maske zu basteln und ein Bambi zusammenzubauen.
 
Das Foto zeigt die strahlenden und glücklichen Gesichter. Alle Kinder waren so beherzt und eifrig bei der Sache. Es hat uns allen richtig viel Spaß gemacht.
 
Wir bedanken uns für die Spenden der Eltern, für die großartige Unterstützung der Betreuer, die leckeren Kuchen unserer tollen Kuchenbäckerinnen und für das Team der Schloss-Werkstatt Emersacker, dass die Bausätze für die Bambis vorbereitet hat. Vielen DANK!
 
Weiter Fotos finden sie auf unsere home-page. https://kitzundnatur.de sowie die Anleitung für die Bambi-Maske und für den Bausatz für das Holz-Bambi.
 
Wir würden uns freuen, wenn sie davon begeistert sind und uns unterstützen mit einer Spende oder ihrer Mitgliedschaft. Das Mitgliedsformular finden Sie auf unserer home-page. Bei Fragen erreichen sie uns unter Tel. 0175-6838686
 
Bild und Text Iris Madlener
 
Schablone für Bambi Maske
Anleitung für Bambi Maske
Bilder zur Herstellung und Basteln der Holz-Bambi
Vom Rehkitz zur Fledermaus
Die Kitzrettungs-Saison ist leise im Juli zu Ende gegangen. Die vielen Einsätze früh morgens und das Unterstützen der Landwirte, die teils erst am späten Nachmittag mähen konnten, bleiben ausnahmslos positiv in Erinnerung. Vielen Dank an alle Helfer und Piloten, die fast täglich bei Anbruch des ersten Tageslichtes bei der Rehkitzrettung dabei waren, aber auch ein Dankeschön an die Landwirte, Jagdpächter und Jäger für die gute Kommunikation und Zusammenarbeit!
Die Aufgaben für den Verein Kitzhilfe und Schutz der Natur - Holzwinkel gehen weiter. Im Thema „Schutz der Natur“ haben sich vier Mitglieder zusammengetan, sich von langjährigen Experten der Fledermausschutz Augsburg (fledermausschutz-augsburg.de) in der Fledermauspflege ausbilden zu lassen und pflegen zurzeit selbstständig winzige Findlinge von Fledermäusen.
In Emersacker erfreut sich jeder an einem Sommerabend über die Flug- und Jagdkünste der heimischen Fledermäuse. Mit einem Zusatz-Mikrofon auf unseren Smartphones können wir hören und feststellen, zu welcher Gattung (Familie) diese Fledermäuse gehören. Flugrouten der Fledermäuse können sich u.a. entlang der Laugna und anderer Gewässer um Emersacker, Straßenschluchten, langgestreckten Innenhöfen, sowie Lücken zwischen Gebäuden erstrecken. Gewässer spielen dabei vermutlich sowohl als Jagdgebiete, als auch als Flugrouten eine besondere Rolle.
Emersacker ist ein Dorf mit etlichen älteren Gebäuden/Scheuen, die den Fledermäusen perfekten Unterschlupf geben. Wenn Sie uns mitteilen möchten, dass in Ihrer Scheune oder Ihrem Haus eine kleine Kolonie von Fledermäusen ein Zuhause gefunden hat, würden wir uns über ihren Anruf freuen und es wäre schön, wenn wir einmal vorbeikommen dürften. Wer aber ‚nur‘ eine Frage zum Thema Fledermaus hat, darf gerne ebenfalls anrufen. Findet Ihr eine kleine oder große Fledermaus, verletzt oder nicht, möchten wir Euch bitten, uns anzurufen (Tel. 0175-683 8686). Wir kommen gerne und helfen!
Zum Zeitpunkt dieses Artikels haben wir 2 kleine Weißrandfledermäuse in Pflege, sie wiegen gerade mal 3,3 Gramm und werden 5 – 6 mal täglich gefüttert.
Unsere Nachbarskinder haben mit viel Interesse bei einer Fütterung zugeschaut und aufmerksam den Erklärungen zugehört. Die Kinder hatten Spaß, dabei zu sein. Wir denken, dass wir dadurch einen positiven Impuls gegenüber Wildtieren vor unserer eigenen Haustüre geben konnten.
Ein Heimspiel der Rehkitzretter – was für ein emotionaler Triller
Text und Bilder von  Iris Madlener

Ein aufmerksamer Anwohner von Emersacker beobachtet morgens und abends die Rehe mit ihren Kitzen auf der Wiese vor seinem Anwesen. Unbemerkt kamen die Kleinen wohl dort zur Welt. In den ersten beiden Wochen bleiben die Kitze genau dort liegen, wo Mama sie abgelegt hat. Sie kommt nur zurück, um sie regelmäßig zu säugen. Jetzt sind sie bereits einige Wochen alt und haben sich prächtig entwickelt. Ein unglaublich idyllischer Anblick, wie man uns bestätigt.
 
Doch jetzt geht es an das Mähen. Der Landwirt hat sich gemeldet. Es geht um die große Wiese zwischen der Weldener Straße und Laugna. Das Gras ist sehr hoch geworden und bietet den Rehfamilien perfekten Schutz. Doch für uns heißt das, einen Tag vor dem Mähtermin abfliegen mit der Drohne. Um 4 Uhr morgens ist es am besten, damit die Wärmekamera mühelos eine Wärmequelle anzeigt. Aufgrund der Anzahl der Tiere, die gespottet werden in der Wiese, entschließen wir uns die Vergrämer am Abend aufzustellen. Doch weit gefehlt, als wir mit der Drohne deren Wirkung am nächsten Morgen überprüfen. Das Blinken und die Laute wurden schlichtweg ignoriert. Das bedeutet für uns, präsent zu sein, wenn am Nachmittag gemäht wird. Der Landwirt ist sehr umsichtig und auch ihm liegt es am Herzen, dass die kleinen, wie die großen Rehe das Mähen unbeschadet überstehen.
 
Hans setzt sich zu ihm auf den Traktor mit Kreiselmäher. Im Schritttempo wird die erste Bahn um die Wiese gemäht. Uns klopft das Herz bis zum Hals, die Tiere sind irgendwo dort im hohen Gras versteckt und wir hoffen, dass alles gut geht. Runde um Runde wird gemäht. Kein Kitz, kein Reh lässt sich blicken. Sind sie alle weg?
 

Vollbremsung
Plötzlich die Vollbremsung und schon tönt es aus dem Walkie-Talkie: „Rechts springt eines!“ Wir, Luzi, Anne, Roman und ich sehen, wie es mit Bocksprüngen durch das hohe Gras hüpft, um dann wieder im hohen Gras zu verschwinden. Wir lassen die Stelle nicht mehr aus den Augen. Der Landwirt fährt ganz langsam weiter. Der nächste abrupte Stopp. Das zweite Kitz. Es springt genau in die andere Richtung. Plötzlich sehen wir die Rehgeiß, wie sie der Laugna entlang rennt, sich noch einmal umdreht, bevor sie dann im Schilf verschwindet. Mein Lieber, da geht der Puls nach oben. Die Rehkitzretter beobachten magisch jeden Grashalm. Da das nächste Kitz. Wir können es in den gemähten Teil der Wiese treiben, es ist so viel schneller als wir und mit einem großen Satz springt es in das schützende Schilf. Runde um Runde wird die Wiese weiter gemäht bis nur noch zwei Dreiecke übrigbleiben, in die sich die beiden anderen Kitze geflüchtet haben, um dort in sicherer Deckung zu sein. Der Landwirt hält an. Er und Hans kommen zu uns. In einer Reihe durchlaufen wir das erste Dreieck bis auf den letzten Meter, dann erst springt das Kitz heraus. Husch, husch, hinüber ins Schilf mit dir. Wir atmen auf, das wäre geschafft. Das Gras dort wird in Ruhe abgemäht. Dann geht es an die andere Ecke. Wir wenden das gleiche Prinzip an, aber kein Kitz springt heraus. Wir sind etwas ratlos. Wir laufen nochmals durch bis auf die Haarspitzen angespannt. Kann es sein, ist es unbemerkt herausgelaufen? Der Landwirt ist skeptisch und dass zu Recht, wie sich zeigt. Kaum ist er und Hans die ersten Meter gefahren, hüpft das Kitz aus seiner Deckung. Das gibt es doch nicht, denkt jeder von uns. Wie konnten wir es übersehen? Wie kann das sein? Es hat sich so ins hohe Gras geduckt und nicht bewegt, dass es für uns offensichtlich unmöglich war es zu sehen. Wir wollen gar nicht darüber nachdenken, wenn mit einem 9 m Mähwerk gemäht worden wäre, was dann passiert wäre. Solch ein schrecklicher Unfall ereignete sich leider in einem Nachbarort im Zusamtal, es wurde die Rehgeiß mit ihren beiden Kitzen vermäht, wie uns berichtet wurde.
Wir sind wirklich froh, dass wir hier einen so umsichtigen Landwirt haben und ein klasse TEAM, das mitgeholfen hat, das der erste Einsatz an diesem heißen Sommertag glücklich zu Ende ging.
Der zweite Einsatz am Abend war nicht weniger nervenaufreibend. Am Morgen 1 Kitz mit Drohne gespottet, trotz Vergrämer dann 3 Kitze aus der Wiese vertrieben und aufgepasst, dass sie nicht wieder zurückkommen, bis die Wiese vollständig gemäht wurde. Am Waldrand stand bereits die Rehmama als wir dort eintrafen und wurden von ihr die längste Zeit beobachtet. Auch hier ging glücklicherweise alles gut.
Der Landwirt bedankte sich herzlich für unser Hilfe. Die Rehkitzretter waren von 4 Uhr bis 22 Uhr auf den Beinen und freuten sich auf ein kühles Radler nach diesem langen Tag und dem aufregenden, aber erfolgreichen Heimspiel auf den beiden Fluren von Emersacker.
Text und Bild Iris Madlener
Ein Einsatz, wie im Traum
 
Text und Bild Iris Madlener
Gestern hat es kurz, aber heftig geregnet. Die Wiesen sind nass geworden, was uns jedoch nicht davon abhielt am frühen Morgen zu fliegen, damit der Landwirt heute mähen kann. Morgens um 4:30 Uhr war die Nacht zu Ende, schnell eine Tasse Kaffee, Katzenwäsche und hinein in die Regenhose, Hosenbeine mit dem Klettverschluss über die Gummistiefel gezurrt, Jacke an, Leuchtweste drüber, ins Einsatzfahrzeug gehüpft und schon waren wir unterwegs zur ersten Wiese. Was für ein herrlicher Morgen. Ich atme tief die frische Luft ein. Genieße in vollen Zügen den grandiosen Ausblick und die Natur um uns herum. Die Lamas liegen ruhig in ihrer Hütte. Die Pferde auf der Koppel schauen neugierig zu uns herüber.
 
Die Drohne ist in der Zwischenzeit bereit und hebt ab. Kurz darauf haben der Pilot und der Spotter einen hellleuchtenden Punkt auf dem Monitor entdeckt. Und schon geht es los für mich. Ich stapfe durch die fast schulterhohe, nasse Wiese den Hang hinunter. Die Gummistiefel und Hose sind Goldwert und wach bin ich in der Zwischenzeit auch geworden. „A bisserl schneller, wenn’s geht!“ fordert mich die Stimme aus dem Walkie-Talkie auf. Kurz darauf, werde ich weiterdirigiert: „Der Pferdekoppel entlang bis zum Holzstapel. Zwei Schritte. Stopp!“ tönt es nacheinander aus dem Funkgerät. „Jetzt links, ein Schritt, genau vor dir.“ Ich muss grinsen, als ich sehe was da vor mir liegt. Es sind frisch dampfende Pferdeäpfel auf einem Haufen. Weiter geht’s. „Diesmal zwei helle Punkte, die auf dem Monitor sichtbar werden, die nah beieinander liegen,“ höre ich aus dem Funkgerät. „Diesmal rechts von Dir, 20 Schritte.“ Vorsichtig laufe ich durch das hohe Gras in die angegebene Richtung. Ich gehe behutsam Schritt für Schritt vorwärts, weil ich weiß, dass immer noch ganz kleine Kitze in der Wiese liegen könnten, die vor kurzem geboren wurden. Ich muss an die beiden Kleinen vom letzten Jahr denken, die wir in dieser Wiese gesichert haben.
Doch plötzlich springen 2 Kitze aus ihrer Deckung im hohen Gras vor mir auf, die ich durch mein Näherkommen aufgeschreckt habe. Es sind 2 Halbstarke, die bereits groß genug sind, um in Windeseile zu fliehen. Die weißen Baby-Punkte auf ihren Rücken sind schon fast ganz verschwunden. Eines hüpft, nach rechts davon und verschwindet mit einem großen Satz zwischen der Hecke. Das andere hüpft nach links, wie ein kleiner Geißbock. Sprung für Sprung durch das hohe Gras. In der Nachbarwiese hat sich Mama Reh von ihrem Liegeplatz erhoben und schaut herüber. Das Kleine hüpft genau in ihre Richtung. Als es bei ihr angekommen ist, läuft die Rehgeiß vorneweg durch das hohe Gras. Das Kleine folgt ihr mit hohen Bocksprüngen. Gemeinsam ziehen sie die Wiese hinunter. Das zweite Kitz kommt ihnen auf dem Wiesenweg entgegengerannt und dann verschwinden die Drei im angrenzenden Wald. Die herzige Szene zaubert mir ein glückliches Lächeln ins Gesicht und es lässt mich von einer heilen Welt träumen. Die Bilder berühren mein Herz zutiefst von Mama Reh und ihren beiden Kindern. Ein Einsatz, wie im Traum.
Text und Bild Iris Madlener
Bilder der theoretischen und praktischen Schulung:
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Sachspende der Firma Hieber Betonteile GmbH
Wie lange kämpft die Natur um Müll abzubauen?:
 
Kaugummi         5 Jahre
 
Zigarettenkippe 10 Jahre + Vergiftung für Grundwasser
 
Plastiktüte         20 Jahre
 
Chipstüte           80 Jahre
 
Batterie             100 Jahre
 
Pet Flasche        450 Jahre
 
Getränkedose     500 Jahre
 
Reifen                2000 Jahre
 
Styropor             6000 Jahre
 
Glas                   50000 Jahre
Gestaltung: Thomas Schonbucher Amselweg 12  86494 Emersacker
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